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| Schutzstation Wattenmeer |
Neues von der Schutzstation Wattenmeer |
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Presseinformation
16.12.10 - SCHUTZSTATION WATTENMEER
Küstenschutz-Abgabe: Unwürdiges Spiel auf dem Rücken der Natur
Die Landesregierung in Schleswig Holstein versucht, Maßnahmen des Küstenschutzes künftig ohne Ausgleich der eingetretenen Naturschäden durchzuführen, um so Finanzmittel einzusparen. Die Schutzstation Wattenmeer und der WWF übten deutliche Kritik an den Plänen. Die Diskussion sei überflüssig, zumal das Vorhaben ohnehin an EU-Recht scheitern werde.
Die Pflicht zum Ausgleich ist ein elementarer Grundsatz des Umweltrechts. Es basiert auf dem Gedanken, dass der Verursacher von Schäden diese ausgleichen muss oder sich am besten von vornherein bemüht, sie zu vermeiden. „Selbstverständlich führt der Bau von Deichen, Dämmen oder Deckwerken in den Schutzgebieten des Wattenmeeres ebenso wie die Entnahme von Sand für Aufspülungen zu Schäden, die an dieser oder anderer Stelle wieder gut gemacht werden müssen,“ sagte Hans-Ulrich Rösner, Leiter des Wattenmeerbüros beim WWF. „Das ändert nichts daran, dass Küstenschutz notwendig ist. Gleichwohl müssen die Schäden minimiert werden und es ist stets das naturfreundlichste Verfahren zu wählen.“
Die Schutzstation Wattenmeer und der WWF weisen darauf hin, dass die Diskussion in Kiel ohne Not vom Zaum gebrochen worden sei. Die für den Schadensausgleich erforderlichen Mittel umfassen ohnehin nur einen Bruchteil der rund sechs Millionen Euro, die durch die Küstenschutz-Abgabe eingenommen werden sollen. Sie könnten diese also gar nicht ersetzen. „Die Diskussion ist unnötig, weil der Ausgleich für Naturschäden in Schutzgebieten durch die Europäische Union vorgeschrieben ist. Daran muss sich auch Schleswig-Holstein halten,“ stellte Silvia Gaus klar. Die Naturschutzexpertin bei der Schutzstation Wattenmeer warnt: „Mit dieser Phantomdebatte riskiert die schwarz-gelbe Kieler Regierung, das zuletzt durch gegenseitiges Verständnis geprägte Verhältnis zwischen Küstenschutz und Naturschutz wieder erheblich zu beschädigen.“
Die beiden Naturschutzverbände fordern die Kieler Regierungskoalition auf, die unnötige Diskussion zu beenden und fundamentale umweltpolitische Errungenschaften nicht nur zu akzeptieren, sondern zu fördern.
Kontakt: Silvia Gaus 04841-6685-44, Dr. Hans-Ulrich Rösner 04841-6685-51
Presseinformation
08.01.10 - SCHUTZSTATION WATTENMEER
Seehundpflege braucht Menschenverstand
Die Schutzstation Wattenmeer als betreuender Naturschutzverband im Nationalpark Wattenmeer unterstützt mit Nachdruck die in Schleswig-Holstein gültigen Regelungen zum Umgang mit Seehunds-Heulern.
„Die Arbeit der Seehundstation Friedrichskoog und auch der ehrenamtlichen Seehund-Beauftragten ist vorbildlich“, betont Harald Förster, Geschäftsführer der Schutzstation Wattenmeer. „Es ist sehr bedauerlich, dass derzeit einzelne dogmatische Tierschützer versuchen, diese gute Arbeit mit Halbwahrheiten in Verruf zu bringen.“
Allein im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches werden jeden Sommer über 2.000 junge Seehunde geboren. Davon stirbt etwa ein Drittel im ersten Jahr aus ganz natürlichen Gründen. „Wer nicht mit Bakterien, Parasiten und Schlechtwetter zurecht kommt, wird in der Natur aussortiert. Wir tun den Seehunden keinen Gefallen, wenn wir diese natürliche Selektion ausschalten und jedes kränkelnde Jungtier aufpäppeln“, betont der Biologe Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer.
Die von einzelnen Tierschützern vorgebrachte Forderung, jeden jungen Seehund mit allen medizinisch möglichen Eingriffen am Leben zu erhalten, ist sowohl widernatürlich als auch teilweise mit Tierquälerei verbunden. „Ein schwaches Jungtier, das im Freiland bald verstorben wäre, über Wochen mit Medikamenten vollzupumpen, um es dann doch töten zu müssen, weil es nicht gesund wird, ist kein Tierschutz“, betont die Meeressäuger-Expertin Silvia Gaus von der Schutzstation Wattenmeer.
Zum Umgang mit jungen Robben gehen die Sichtweisen im internationalen Wattenmeer weit auseinander. Während in den Niederlanden systematisch alle Jungrobben von den Stränden und Sandbänken gesammelt und mit teils hohem medizinischem Aufwand in einer privatwirtschaftlichen Station aufgepäppelt werden, werden in Dänemark alle verlassen aufgefundenen Robben getötet. Diese Vorgehensweise unterstützt sogar der Dänische Tierschutzverband.
Schleswig-Holstein hat eine über Jahrzehnte zwischen Natur- und Tierschutz und Jägern erarbeitete Zwischenposition: Gesund erscheinende Jungtiere versucht man in der Seehundstation Friedrichskoog aufzuziehen. Erkennbar kranke Jungtiere werden tierschutzgerecht getötet. Rainer Borcherding: „ In Kanada werden jedes Jahr 250.000 Robben getötet, weil sie angeblich den Fischern die Fische wegfressen. Das ist wirklich ein Problem. Der Umgang mit Heulern bei uns ist gut geregelt und kein Problem. Gesunder Menschenverstand muss zum Tierschutz dazu gehören."
Weitere Anfragen: Dipl.-Biol. Rainer Borcherding 0173 / 242 01 04
Presseinformation
19.11.09 -
Husum
Weltnaturerbe Wattenmeer in Dithmarscher Klassenzimmern
Swenja Schweinswal und Robbin Robbe zu Gast in den Schulen des Kreises
Wilde Tiere und einmalige Natur - das gibt nur in Afrika? Die Schutzstation Wattenmeer beweist Dithmarscher Schülern mit ihrer Schultour das Gegenteil und bringt die vor der eigenen Haustür gelegene Wildnis ins Klassenzimmer. Interessierte Lehrer können sich ab sofort anmelden.
Die insgesamt vier interaktiv gestalteten Lernangebote lassen die Schüler für zwei Schulstunden in die Welt des Wattenmeeres abtauchen. „Spannende Geschichten, Lernspiele, kleine Aufgaben und Präsentationen vermitteln den Schülern einen umfassenden Einblick in das Weltnaturerbe Wattenmeer“, sagt Mira Stavermann, Projektleiterin bei der Schutzstation Wattenmeer.
Kinder der ersten und zweiten Klasse lernen mit dem kleinen Seehund Robbin, wie er mit den Ohren unter Wasser „sehen“ kann, was ein Seehund gerne frisst und begegnen mit ihm den Gefahren seiner Unterwasserheimat. Svenja Schweinswal nimmt Schüler der dritten und vierten Klassen mit in den Lebensraum des einzigen heimischen Zahnwales und die Krabbe Conny verdeutlicht in englischer Sprache für etwas ältere Kinder die internationale Dimension des Weltnaturerbes Wattenmeeres.
„Besonders fasziniert sind die Schüler, wenn wir ihnen Strandfunde und sogar kleine, lebende Nordsee Meeresbewohner in die Klasse bringen“, berichtet Stavermann von ihren Erfahrungen mit einem weiteren Programmbaustein der Tour.
„Die speziell auf die einzelnen Klassenstufen abgestimmten Schultourangebote entsprechen dem aktuellen Lehrplan und erfüllen die Qualitätskriterien einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“, so die Projektleiterin abschließend.
Die Schutzstation Wattenmeer wird ab Januar 2010 in den Schulen des Kreises Dithmarschen unterwegs sein. Anmeldungen zur Schultour werden ab sofort unter Tel.04841-668530 oder unter schultour@schutzstation-wattenmeer.de entgegengenommen. Weitere Infos mit Terminplanung: www.schutzstation-wattenmeer.de.
Hinweis für die Redaktionen:
Bilder finden Sie unter folgendem Link zur Verwendung:
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/content/aktuell/data/Schultour2.jpg
Swenja Schweinswal zu Gast im Klassenraum.

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